Z E I T E N E N D E

Schlagwort: Kriegslogik

Kriegslogik

Wenn wir glauben, auf einen Krieg zuzugehen, bemühen wir uns, so langsam wie möglich böse zu werden, zumindest langsamer als der Feind, in der Hoffnung, dass der Feind das auch tut und der Krieg so vermieden werden kann. Der Beginn des Krieges ist der Moment, in dem wir uns entscheiden, dass er nicht mehr vermieden werden kann. Denn dann hat der, der zuerst eskaliert, der also schneller böser wird, ein höhere Chance zu gewinnen als sein Feind. Das ist fatal. Wenn es außer dem gewinnen müssen und nicht verlieren dürfen keine anderen Szenarien mehr gibt, muss man schneller böse werden als der Feind, um zu gewinnen. Wenn der Feind 1000 meiner Leute getötet hat, ist es nicht damit getan, auch 1000 von seinen Leuten zu töten, das wäre Zahn um Zahn, auch nicht 2000, nein, man muss so viele Feinde töten wie möglich, vielleicht Millionen, um den Feind in eine aussichtslose Lage zu bringen, in der er kapitulieren muss. Der 6-Tage Krieg begann damit, dass Israel auf einen Schlag die ägyptische Luftwaffe am Boden zerstört hat. Eigentlich ist noch jede Macht, die einen Krieg begann, mit einem Überraschungsschlag gestartet, gerne auch als False-Flag-Aktion. Beispiele: Hitlers Polen- und Frankreich-Feldzug, Tonkin, Pearl Harbour, die Liste ließe sich endlos fortsetzen.

Und die Gründe für das Ende eines Krieges sind sicher genauso interessant wie die Gründe für den Beginn. Der 2. Weltkrieg endete mit den Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki. Als Pennäler las ich den Bericht eines Arztes, der drei Tage danach bis zum Krater vordrang. Vollkommen schockiert beschimpfte ich meinen Vater, den schwulen SS-Mann: „diese Wunderwaffe hätte euch also retten sollen?“ Sehr cool antwortete er, durch das sofortige Kriegsende wären schätzungsweise drei Millionen Menschen verschont worden. Da verstand ich, was Kriegslogik bedeutet.


>Kategorie

Also klassischer Bellizismus

Frieden Schaffen mit Waffen. Die Meinung jeder Mehrheit. Meines Erachtens widerspricht das dem Geist des GG, das die Würde des Menschen ganz oben anstellt. Danach ist schon das Aufrechnen von Opferzahlen gegen die Menschenwürde. Ich nenne das „Kriegslogik“. Mal ganz davon abgesehen, dass die gigantische Blutspur des Menschen, die er unter seinesgleichen regelmäßig anrichtet, in der Tierwelt einmalig ist, nur Ameisen tun es uns da gleich, was i.d.R. mit Völkermord endet, ist diese kalte Kriegslogik auch das Markenzeichen des Great Reset, Klaus Schwab und überhaupt des Transhumanismus. Mein erster Eindruck von Harari, den mir meine Tochter empfohlen hat war: eiskalt, menschenverachtend, 100% materialistisches Weltbild, muss ich, nachdem ich ein Buch von ihm gelesen habe, nicht revidieren. Das ist antiaufklärerische Denke vom Feinsten! Was mich heute getröstet hat, ein phantastischer Beitrag, den ich in den höchsten Tönen loben möchte: Gerald Ehegartner: Die Wiederentdeckung der Seele und die Rettung des Menschen

Dieser Beitrag taugt für mich geradezu als Manifest der Demokratiebewegung 2020


>Kategorie