Z E I T E N E N D E

Schlagwort: Buddhismus

Buddhismus und Aufklärung

Indem ich den Lehren des Buddha folge, bin ich bemüht, die Ursache des Leidens aufzuheben, indem ich den Strom der Inhalte meines Bewusstseins möglichst vorurteilslos beobachte. Dadurch soll den Geistesgiften Gier, Hass und Ignoranz, die meinen Blick auf die Wahrheit des Seins verstellen und mich dadurch im Kreislauf des Leidens festhalten, die Wurzel gezogen werden. Im hellen Licht der Selbsterkenntnis verschwinden diese Schatten, um Selbstlosigkeit und grenzenlosem Wohlwollen Platz zu machen.

Retreathaus Berghof, Osterkurs

Lieber Tenzin,

Mir scheint, du neigst neuerdings zur Wissenschaftsgläubigkeit. Wissenschaft: die Religion der Postmoderne. Es gibt keine objektive, endgültige Wahrheit in der Wissenschaft. Ich hatte selber die Ehre, in den 70gern einem Vortrag von Sir Karl Popper (der Papst der Wissenschaftstheorie) zu lauschen, in dem er u.a. darlegte, dass es keine, vom Wissenschaftler unabhängige, objektive Wahrheit gibt, die man nur zu entdecken braucht, vielmehr erzeugt der Wissenschaftler durch die Art seiner Herangehensweise, die von bisherigen Theorien abgeleitet sind, Ergebnisse, die von anderen reproduziert oder falsifiziert werden können. Es gibt keine Wahrheit, sondern nur Theorien, und die müssen auch noch falsifizierbar sein, denn nicht falsifizierbare Theorien sind „Glaube“ oder Tautologien. Die Weisheit der Leerheit von inhärenter Existenz macht keine Ausnahme bei der „objektiven Wahrheit“ der Wissenschaft, der Beobachter und das Beobachtete sind von einander abhängig und treten durch den Akt des Beobachtens  gemeinsam in die Existenz.

Das Messen von CO2 unter der Maske ist eine Schnapsidee, kaum vorstellbar, dass die von einem qualifizierten Wissenschaftler kommt. Ich hörte nur von Studien, die den CO2 Gehalt im Blut messen, da gibt es mehrere recht genaue, eingeführte Verfahren. Solche Studien kannst Du sicher ohne meine Hilfe finden.