Z E I T E N E N D E

Schlagwort: Politik

Donald Duckt

Ente in D-Dur

Von der Entenhausen-Idylle zur geistigen Kolonisierung – wo Dagoberts Faktenchecker ihre Zeitungsenten den gläubigen Dichtern und Denkern, den Donalds, als Wahrheit verkaufen. Ein lyrischer Hammerschlag gegen das kollektive Wegducken.

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Dagobert Duck dichtet

Dissidenten dürfen darben 

Deserteuren droht der Tod 

Damned Demenz

Dumm dämlicher Dammbruch 

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Deutungshoheit dient

dem Diener der Demokratie

Deutschland denkt

Deutschland dichtet

damned dope

Deutlicher Darmgeruch 

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Donald duckt

D-Day!

Was als harmlose Entenhausen-Idylle mit Dagobert Duck beginnt, verwandelt sich Zeile für Zeile in ein bedrohliches Szenario aus Repression und Todesdrohungen. Diese Entwicklung spiegelt den Weg einer Gesellschaft wider, die sich von der Märchenwelt der Konsumkultur in die harte Realität politischer Unterdrückung manövriert hat.

Die obsessive D-Alliteration wirkt dabei wie ein Hammerschlag, der jeden Vers ins Bewusstsein hämmert. Dieser Rhythmus wird zum Marschrhythmus einer Gesellschaft, die im Gleichschritt ihrer eigenen Selbstzerstörung entgegengeht. Das D dominiert vollständig als sprachlicher Zwang. Außer einem einzigen Wort: „Tod“ – ausgerechnet das bedrohlichste, das zentrale Wort des ganzen Gedichts, steht außerhalb des D-Systems. Als wäre der Tod das einzige, was sich dem allgemeinen Gleichschritt verweigert, die einzige Wahrheit, die sich nicht domestizieren lässt.

Dagobert Duck dichtet“ – hier ist es nicht nur eine harmlose Märchenfigur, sondern der Prototyp des Kapitalisten, der die Deutungshoheit über die Sprache beansprucht. Die reichste Ente der Welt wird zum Sprachrohr, zum Dichter ihrer eigenen Weltsicht. Es ist eine Metapher für die Art, wie Oligarchen heute Narrative kontrollieren – durch Medienbesitz, Meinungsmache, die Macht des Geldes über die öffentliche Diskussion..

Dabei zeigt sich die Mehrschichtigkeit: Während die Oberfläche mit Disney-Figuren spielt, brodelt darunter die politische Anklage. „Dissidenten dürfen darben“ und „Deserteuren droht der Tod“ sind keine Märchensprache, sondern brutale Realität autoritärer Systeme. Und wenn die „Deutungshoheit dem Diener der Demokratie“ dient, dann ist klar, wer gemeint ist – der Schauspieler, der zum Präsidenten wurde und nun die Regie über Leben und Tod führt. Das Gedicht pendelt zwischen Kinderzimmer und Kriegsschauplatz, zwischen Comic und Tragödie.

Der Titel „Donald duckt“ zeigt Vieldeutigkeit. Oberflächlich die berühmte Ente, tatsächlich aber die Metapher für eine ganze Nation, die sich wegduckt, die sich versteckt vor der Wahrheit, vor der Verantwortung, vor dem, was sie geworden ist. Das Ducken wird zur nationalen Haltung. Auch hier sticht das ‚t‘ hervor. Diesmal am Wortende, wo es wieder den Tod symbolisiert, zu dem das Ducken der Zombies letztlich führt – alle waren dabei, als unter Corona die Zombiefizierung und Faschisierung von weiten Teilen der Bevölkerung Fahrt aufnahm. Die Struktur des Gedichts folgt nicht der Heldenreise, sondern der Zombiereise. Das meint „duckt“: die dumpfe Unterwerfung unter das Regiment des Rudels – der Zombie phantasiert sich als Held, wenn er merkt, das es Richtung Abgrund geht, Richtung Tod, er hat als Massenmensch, der er ist, einen heimlichem Lustgewinn, gar eine „Ekstase“ während der Prozession der Lemminge, weil er sich im Ducken jeder Verantwortung enthoben glaubt – sein jammervolles Ich löst sich in etwas größerem auf.

Die eingestreuten englischen Brocken – damned und dope – verraten die geistige Kolonisierung, die schleichende Amerikanisierung einer Kultur, die sich selbst nicht mehr traut, ihre Kritik in der eigenen Sprache zu formulieren. Selbst der Protest wird in fremder Währung bezahlt.

„Demenz dumm dämlicher Dammbruch“ – hier wird das kollektive Vergessen als Krankheit diagnostiziert. Die Demenz ist nicht nur individuelle Schwäche, sondern gesellschaftliches Symptom. Wenn eine Kultur vergisst, wofür sie einst stand, bricht der „Damm“ – jene Barriere aus Erfahrung, Wissen und Wachsamkeit, die den Totalitarismus aufhalten sollte. Die Alliteration wird hier zum Stottern eines dementen Hirns, das die eigenen Schutzmechanismen vergessen hat.

„damned dope deutlicher Darmgeruch“ – ist noch konsequenter. Das „Dichten und Denken“ wird zur Droge, die betäubt statt aufklärt. Und nach der geistigen „Verdauung“ bleibt nur noch Gestank – die intellektuelle Tradition wird zu toxischem Abfall. „Deutlicher Darmgeruch“ als Endprodukt von „Deutschland denkt“ – bitterer kann man das Scheitern einer Kulturnation nicht formulieren.

Die physische Ekelmetaphorik macht die geistige Verkommenheit körperlich spürbar. Aus „Dichtern und Denkern“ werden Junkies, die ihren eigenen geistigen Kot produzieren.

Das Gedicht diagnostiziert kulturellen Verfall ohne Kompromisse. Am Ende steht das einsame ‚Donald duckt‘ – und die Frage ist beantwortet: Aus der Kulturnation ist eine Duckmäuser-Republik geworden – eine Zombie-Republik in D-Moll. Das finale „D-Day!“ schließt den Kreis zur amerikanischen Besatzung: Der historische Tag der „Befreiung“ entpuppt sich als Beginn permanenter Unterwerfung unter das Imperium.

Gedichtinterpretation unter Mithilfe von Claude Sonnet 4


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Rechts – Links

„Das Rechts-Links-Schema ist überholt“, hört man überall. Doch wer profitiert davon, wenn die Unterscheidung zwischen Herrschenden und Beherrschten verschwimmt? Eine Analyse über den Versuch der Machteliten, die älteste politische Orientierung der Demokratie abzuschaffen – und warum das gefährlich ist.

Zur Zeit höre ich überall in Diskussionen, dass das politische Rechts- Links-Schema überholt sei. Diese Begriffe seien in der modernen Welt nicht mehr zeitgemäß, austauschbar, und man wisse nicht mehr, was sie zum Ausdruck bringen sollen.

Meiner Ansicht nach ist das ein Erfolg der Propaganda der Machteliten.

Diese Einteilung kommt noch aus der französischen Revolution, als die konservativen Machthaber auf der rechten Seite und die Revolutionäre auf der linken Seite saßen. Je nachdem, ob man von vorne oder von hinten blickt, hätte man das ja auch umgekehrt benennen können. Die rechte Hand ist aber nun einmal in allen mir bekannten Kulturen die gute Hand,  und die linke Hand ist die schlechte, mit der man sich in Indien z.B. den Hintern abwischt. Rechtshänder sind in der absoluten Mehrheit und Linkshänder in der absoluten Minderheit. Deswegen haben die Herrschenden diese Wortwahl sehr gerne aufgegriffen, um Revolutionäre als Ausnahmeerscheinung und bösartige Störenfriede zu kennzeichnen. 

Warum will man das jetzt abschaffen?

Weil man verschleiern will, dass das zunehmende Ungleichgewicht zwischen den wenigen Herrschenden und den vielen Beherrschten, die Ausbeutung, die Demütigung der Sklaven durch ihre Herren, etwas ist, was es zu verändern gälte in der Demokratie, wo jeder gleich geboren sein soll und das gleiche Recht auf ein selbstbestimmtes Leben haben soll. 

Der Demokratiegedanke ist per se links, weil er die Sklaven, die Ohnmächtigen, die Ausgebeuteten als wertvolle Menschen betrachtet, die das Recht haben Einfluss zu nehmen auf jene Entscheidungen der jeweils Mächtigen, von denen sie existenziell betroffen sind. 

Die Perspektive von Macht und Ohnmacht, von Herren und Sklaven, von Ausbeutern und Ausgebeuteten, von Reichen und Armen auszublenden ist niemals im Interesse der Unterdrückten, sondern immer im Interesse der Unterdrücker, der Ausbeuter, bzw. der wohlhabenden Herrschaften oder rechtschaffenden Patriarchen, wenn Ihnen diese Wortwahl besser gefällt.

Wer von der Hand in den Mund lebt, sollte sich diesem Versuch der Reichen und Privilegierten, das Rechts-Links-Schema abzuschaffen und durch dieses „ganz große WIR“ zu ersetzen, das der Neigung der Menschen zum Totalitarismus Vorschub leistet, widersetzen. Wer kein Vermögen hat und sein ganzes Leben dem Broterwerb widmen muss, damit er auch Urlaub machen, ins Kino oder ins Fussballstadion gehen kann,  sollte sich diese Perspektive, die man besser „oben/unten“ statt „rechts/links“ benennen sollte, nicht von der Obrigkeit wegnehmen lassen.

Und auch der wohlhabende Demokrat, der von diesem System, das schon immer und natürlicherweise den Interessen der Reichen dient, profitiert, sollte sich klarmachen, dass die friedenssichernden Eigenschaften des demokratischen Rechtsstaats zerbröseln in dem Maße, wie das allgemeine Vertrauen in die Versprechungen der Menschenwürde für alle schwindet.

Im Notfall können wir immer noch Krieg machen, sagt der Machthaber, nicht gewahr, dass er gerade seine Menschenwürde und die von Millionen verspielt.

verzickt VERZOCKT verzückt

Inspiriert von Rezos viralem YouTube-Video „Die Zerstörung der CDU“ (2019): Ein satirisches Gedicht über systematische Zerstörung, Gender-Pannen und kreative Pyromanie in der Politik. Von der Litanei der Ministerversagen bis zum verzückten Verzocken – ein wortspielreicher Ritt durch den politischen Irrsinn.

[Ganzes Gedicht lesen: „verzickt VERZOCKT verzückt“]

Nach „Die Zerstörung der CDU“: Ein poetisches Echo

Rezos 55-minütiges YouTube-Video von 2019 wurde zum erfolgreichsten deutschen Video des Jahres mit über 16 Millionen Aufrufen – dieses Gedicht nimmt den Ball auf und spielt ihn weiter. Durch alle Ministerien, über Gender-Stolperfallen bis ins „Pyrodrom“: Eine satirische Reflexion über systematisches Versagen und die Lust am sprachlichen Chaos.

Von der Asche der SPD bis zum brennenden Pyrodrom

Ein Gedicht, das bei Rezo beginnt und im Sprachspiel endet: Wenn politische Kritik zur kreativen Zerstörung wird und sich in Wortverzückung auflöst. Zwischen böser Satire und anarchischem Wortspiel – ein Trip durch die Absurditäten unserer Zeit.

MAFIA – Rede an Montagsspaziergänger

Die Montagsspaziergänge entstanden als Bürgerbewegung während der Corona-Pandemie und knüpften bewusst an die historischen Montagsdemonstrationen der DDR-Wendezeit an. Die folgende Rede wurde 2022/23 auf einem solchen Spaziergang gehalten und vermittelt die Gedanken eines selbsterklärten Skeptikers der Generation 1948 zu den gesellschaftlichen Umbrüchen seiner Zeit.

„Politik und Kriminalität sind ein und dasselbe.“

Michael Corleone in der Pate III

Vor 3 Wochen wurde ich gefragt, ob ich vielleicht zum Jahreswechsel eine aufbauende Rede, eine Kraft gebende Rede halten möchte, natürlich, nichts lieber als das, aber womit? Welche Entwicklungen geben Anlass zur Hoffnung? 

Zunächst möchte ich mich vorstellen. Ich heiße Alfred Peter Herrmann und bin Jahrgang 48. Schon früh habe ich gehört, der Jahrgang 48 sei der „skeptische“ Jahrgang, und immer wenn ich einen Gleichaltrigen skeptisch daherreden höre, muss ich daran denken, und falls ich ihn auf seinen Jahrgang anspreche, hat er meistens auch schon davon gehört. 

Für uns 48er wäre also der Skeptizismus so eine Art Weltanschauung , die uns in die Wiege gelegt wurde wie etwa auch das Sternzeichen. Der Skeptizismus und auch die Skeptiker haben allerdings seit Jahren, und vor allem  seit Corona, einen immer schwereren Stand, wir erleben so ne Art – Faschismus will ich’s nicht nennen – Massenphänomen, so ne Art Herdenbewegung, die dem Skeptizismus und vor allem den Skeptikern feindselig gegenübersteht. Das Bild der Herde ist nicht weit hergeholt, schon Plato hat sich dieses Bildes bedient und wenn man vor Fremden sagt, der Mensch sei ein Herdentier, dann wird das in der Regel als selbstverständliche Plattitüde angesehen. 

Diese Herde rückt eng zusammen, wenn Gefahr droht, wenn die Leitwölfe Gefahr ausrufen oder besser, die Leithammel, denn die Lieblingsherde der Staatsphilosophen ist die Schafherde, mit Hirte und Schäferhund, die sind wiederum das Personal des Herdenbesitzers, welches ebenso wie die Leithammel mit Peitsche und Zuckerbrot, also Furcht, Angst und Schrecken, bzw. Futter, Auslauf und Sonnenschein auf Trab und bei Laune gehalten wird. 

Als mir im März 2020 ein Freund, der jetzt keiner mehr ist, Vorhaltungen machte, ich sei ein Corona Verharmloser, ob ich den Schuss nicht gehört hätte, antwortete ich, ich hätte wohl den Schuss gehört, aber auch den darauf folgenden panischen Galopp der Herde. 

Aber einige durchschauen das Spiel, galoppieren nicht blind in die gewünschte Richtung, sondern – wenn eine kritische Masse erreicht wird – stellen sich den Peinigern und Ausbeutern entgegen. Das nennt man Revolution, und die kommt in der Entwicklung der Menschheit regelmäßig vor, man denke nur an die Oktoberrevolution und davor die Französische Revolution. Beide haben die herrschende Oberschicht, die Machteliten hinweggefegt, welche daher diesen aufklärerischen Impuls in der Masse scheuen wie der Teufel das Weihwasser und deshalb ganz schnell dabei sind, die Rädelsführer, die sie für die aufgeklärtesten halten, erschießen zu lassen oder sonst wie ein Exempel zu statuieren. Wie gehts eigentliche Assange oder Ballweg? Sie schmachten im Kerker, als wär Mittelalter!

Die Revolution frisst zwar ihre Kinder, die neuen Herren sind oft schlimmer als die alten, aber nach den napoleonischen Kriegen erblühten im 19. Jahrhundert Früchte der Aufklärung, wie sie die Welt noch nicht gesehen hatte: die deutsche Romantik, der „Output“ der deutschen Dichter und Denker, der weltweit als eine, geschichtlich betrachtet, höchste Entwicklung des menschlichen Geistes angesehen wird. Zuckt hier niemand zusammen, wenn ich die Werke der deutschen Dichter und Denker „Output“ nenne? Ihr Bachelor! Ihr Master-Bachelor!

Hier in Bonn denkt man natürlich an Beethoven. Aber ich denke zum Beispiel auch an Sir Karl Popper, den Papst der Wissenschaftstheorie, er war ein Skeptiker vor dem Herrn, berief sich laufend auf Immanuel Kant, den deutschen Philosophen der Aufklärung. 

All diese Dichter und Denker haben immer zuvorderst die Wandelbarkeit und das Dualistische unseres Daseins betont. Es ist eine ewige Wahrheit, dass nichts so bleiben kann, wie es ist. Und doch klammern wir uns zwischen Geburt und Tod an die Idee der Beständigkeit, klammern den Tod aus und blicken mit Feindseligkeit auf die Zweifler, die Taugenichtse, die Skeptiker, die Querdenker, und indem wir den Zwecken der (dem Streben nach) Beständigkeit huldigen, laufen wir Gefahr, durch das Errichten von Mauern uns einzukerkern und unsere Menschlichkeit zu verlieren. 

Dieser Gefahr wollen die Skeptiker entgehen. Sie hinterfragen die Botschaften der Corona-Gläubigen, der Pharmaindustrie und der Corona-Strategen, sie lassen sich vom Angst-Galopp der Herde, der eine Spur der Verwüstung hinterlässt, nicht mitreißen, und werden dafür als schwarze Schafe gebrandmarkt. 

Wir sind die Schwarzen Schafe! 

Die normalerweise auch zuerst geschlachtet werden. Aber wir wehren uns! Bevor wir geschlachtet werden, rufen wir den braven Schafen zu: Aufklärung bedeutet, den Lämmern sagen, dass sie geschlachtet werden! 

Die Schafe schlafen nicht. Sie wissen es durchaus! Sie sagen sich aber: sterben müssen wir ohnehin, es geht darum, dass wir bis dahin angenehm leben, und dass wir jetzt vorzeitig geschlachtet werden, daran glauben wir nicht. Daran möchten wir nicht glauben, gerade wenn wir dran glauben müssen. Wir möchten nicht glauben, dass die Massnahmen und die Impfkampagne zur aktuell erhöhten Übersterblichkeit führten. Wenn die Leute nicht mehr so alt werden, gibt es neue Todesursachen oder die alten haben zugenommen oder beides. 

Die Übersterblichkeits-Statistik kann man kaum fälschen, weil nur der faktische Tod, nicht jedoch Symptome berücksichtigt werden. Alle paar Monate guck ich mal bei Euromomo nach. Leider sind auch dort die Jahrgangsstärken nicht herausgerechnet, aber wir kennen alle Tom Lausen und Co., die das tun mit maximaler Transparenz, sodass jeder Eingangsdaten, Verarbeitung und die Darstellung der Ausgangsdaten selbst nachvollziehen kann. Sonst ist das keine Wissenschaft. Wenn Weißkittel ihre vermeintliche Autorität, ihre angebliche Weltgeltung betonen, um scheinbar gesichertes Wissen, was hinter verschlossenen Türen ausgeheckt wurde, als alternativlos zu präsentieren, dann handelt es sich nicht um Wissenschaft, sondern um Propaganda. Da hat man immerhin die Chance, das zu entlarven. 

Raffinierter ist die Propaganda, deren Aussagen stimmig erscheinen und sogar nachprüfbar sind, bei der aber der Kontext, den man zum Verständnis braucht, weggelassen und verschwiegen wird. Die meisten Leute wissen bis heute nicht, dass am 11. September noch ein drittes Gebäude, 100 Meter breit und 186 Meter hoch, eingestürzt ist, davon die ersten zweieinhalb Sekunden im freien Fall. Vergessen Sie das schnell wieder, sonst laufen Sie Gefahr, demnächst als Verschwörungstheoretiker verunglimpft zu werden.

Man muss in einer Demokratie verlangen, dass solche katastrophalen Ereignisse, sei es ein monströser Terroranschlag oder eine Vireninvasion, mit bester Wissenschaft von den besten Wissenschaftlern untersucht werden. Aber wahrscheinlich findet man keine besten Wissenschaftler mehr, denn beste Wissenschaftler sind ja skeptisch, und skeptische Denker wurden ja im Zuge der Corona Angstkampagne ausgesondert, besser gesagt, mit Kampfmitteln weit unter der Gürtellinie unmöglich gemacht, und den anderen, dem Mainstream kann man nicht mehr vertrauen, weil sie ihren möglicherweise vorhandenen Skeptizismus und ihre möglicherweise vorhandene Kritikfähigkeit an der Garderobe abgegeben haben. Dort hat man ihnen den Frack bzw. die Eintrittskarte für die Feine Gesellschaft überreicht. Es sieht so aus, dass wir uns selber schlau machen müssen. Indem wir uns z.B. selber die Übersterblichkeitskurven angucken.

Es muss doch Verdacht erregen, wenn vergleichsweise spottbillige Untersuchungen, die die tatsächliche Gefährlichkeit des Virus zuverlässig bestimmen könnten, wie z.B. Längsschnitt Untersuchungen mit repräsentativen Stichproben, jahrelang unterbleiben oder sogar der Bonner Topvirologe Streeck, der in Heinsberg einfach seine Arbeit gemacht hat, eingeschüchtert wurde. Ich vermute, weil sein dort ermitteltes Risiko, nach einer Ansteckung zu sterben, nur knapp über dem der Influenza lag. Laschet hielt an ihm fest und wurde in den Augen der Machteliten ein unsicherer Kandidat, sein Lacher an der Ahr war nur vorgeschoben. Personal, das nicht mitzieht, ist die längste Zeit Personal gewesen.

Es bleibt die ernüchternde Erkenntnis, dass die Machteliten, die Herdenbesitzer, um im Bild zu bleiben, wie eh und je mit Erzeugung von Angst und Schrecken regieren, wenn sie die Herde zu ihrem Vorteil kontrollieren wollen. Die Geschichte der europäischen Aufklärung ist deshalb an einem historischen Tiefpunkt angelangt, und gleichzeitig die Gegenaufklärung auf dem Höhepunkt, weil die Herdenbesitzer sich ungern in die Karten schauen lassen. 

Aber die Karten liegen offen da, es handelt sich um Null ouvert, jeder könnte sehen, dass die faktische Macht von dem Kartell der Herdenbesitzer ausgeht, von Milliardären, die sich mit Privatjets besuchen, gerne ihre 80 Meter Yachten und 2000 qm Villen vorzeigen und einmal im Jahr in Davos einfliegen, um ihrem begnadeten Zeremonienmeister, Klaus Schwab, Referenz zu erweisen. Diese Clique stellt sich über jedes Gesetz. Sie geht über Leichen, um ihre Ziele zu erreichen, deshalb nenne ich sie Mafia. Es handelt sich um organisierte Kriminalität. Die Staaten mit ihren Steuerzahlern werden systematisch ausgeplündert. 

Diese Mafia ist jedoch so dumm wie Krebs. Erst der Lehman Brothers Schock hat ihnen zu Bewusstsein  gebracht, dass der erwartete Zusammenbruch der Großen Melkkuh mit ihrem Goldenen Kalb auch ihren Untergang bedeuten kann. Der „Große Umbruch“ des Klaus Schwab, der das abwenden soll, ist alter Wein in neuen Schläuchen: Brot und Spiele für die Ohnmächtigen, Totale Macht für die Machteliten, für die neuen Trans-Menschen, die ihre persönliche Macht mit göttlicher Macht verwechseln, weil sie daran glauben, die Mensch-Maschine frei programmieren zu können. 

Eure Allmachtsfantasien schießen ins Kraut. 

Aber euer Wunsch ist nicht mein Befehl, 

euer Hochmut kommt vor dem Fall, 

dem All gefällt der Freie Fall, 

wir gehen nicht in den Stall, 

wir warten auf den Großen Knall.

Die Zukunft gehört den freien, selbstverantwortlichen Mitgliedern der Menschheitsfamilie, die zu Mitgefühl und Zuneigung, zur Liebe, fähig sind. Wir brauchen Leuchttürme der Liebe! Sie erlangen Freundschaft durch Wahrheit, Selbstachtung durch Unbestechlichkeit, Erkenntnis durch Verständnis. Sie werden auf den Trümmern der Rüstungskonzerne, Giftküchen und Maschinenwüsten eine neue, lebenswerte Lebenswirklichkeit aufbauen, wo jede bewusste Existenz aufs Höchste geschätzt wird, wo der Mensch nicht mehr ein Mittel zum Zweck ist, sondern ein Gegenüber auf Augenhöhe, zur Selbsterkenntnis, dem Endpunkt und Ziel jeder Aufklärung, bestimmt.

Vielen Dank.

Wenn wir machen, was Menschen normalerweise machen, wenn sie in einen Krieg schliddern, dann schlittern wir in einen Krieg.

Wie entstehen Kriege? Und was können wir tun, um sie zu vermeiden? Diese Fragen beschäftigen die Menschheit seit Jahrtausenden. Der folgende Essay, geschrieben im Herbst 2022 vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs, versucht eine unkonventionelle Antwort – fernab der üblichen politischen Lager und ihrer Gewissheiten.

Wir sollten vor allem Hass und Dummheit vermeiden oder besser überwinden. Wir müssen uns überwinden, die Lage mal aus der Perspektive des Feindes zu betrachten. Überrascht werden wir feststellen, dass er in den gleichen Kategorien denkt wie wir: Besitzstandswahrung, Prosperität, Stolz, Selbstachtung, Solidarität mit Seinesgleichen. Beim Verhandeln versucht er, seine Pfunde möglichst geschickt zum Einsatz zu bringen. Wenn er Krieg führt, dann nicht weil er böse ist oder böse geworden ist, sondern weil sein Kontrahent böse geworden ist und dadurch zum Feind, der nur noch die Sprache der Waffen, die Sprache der mörderischen Gewalt versteht.

Wie kommt es dazu? Wo doch so viel Mühe von beiden Seiten darauf verwendet wurde, die divergierenden Interessen in und durch Vertragswerke so auszuhandeln, dass keiner sich über den Tisch gezogen fühlt, so dass der natürliche gegenseitige Respekt erhalten bleibt. Es wäre klug, sich an unterschriebene Verträge zu halten, dann können nämlich alle Seiten prosperieren. Das nennt man Zivilisation. Leider ist das nur ein warmer Mantel, unter dem der alte wilde Barbar haust, der zuvorderst in Machtkategorien denkt. Die Macht kommt aus dem Geldbeutel oder dem Gewehrlauf. Und von Gott. Denn wenn einer mächtiger geworden ist als andere, vielleicht sogar mächtiger als alle anderen, glaubt er sich mit Gott im Bunde, sein Wille geschehe, denn es ist auch der Wille des Herrn, und der konfligierende Wille des Vertragspartners ist nur lästig, und wenn er bei meinen kleineren Vertragsverletzungen und gebrochenen Versprechungen aufschreit, sogar teuflisch. Logisch!

Hier kann erwähnt werden, dass die USA, ein bibelfestes, christlich fundamentalistisches Land, mit einem Militärhaushalt, so groß wie der der 10 nächst-größten Länder, einschließlich Russland, es sich herausnimmt, jeden Vertrag nach Belieben zu brechen. Das wirkt extrem ansteckend auf die enttäuschten Vertragspartner, sie können aber der Supermacht keinen Paroli bieten. Diese Weltordnung, die jetzt zu Ende geht, nannte man Pax Amerikana, ein unerhörter Euphemismus angesichts von Dutzenden Angriffskriegen und vom CIA gemanagten „Regime Changes“ – man sollte besser von War Amerikana sprechen. (Mein Spielzeug-Colt als Kind trug die Aufschrift „PEACEMAKER“ – „War-Maker“ wäre ehrlicher gewesen). The Land of the Free, God’s own Country ist so außergewöhnlich toll, dass all diesen zurückgebliebenen Kulturen dort draußen nichts besseres passieren kann, als der American Way of Life. Die widerspenstigen Völker, die an ihren lächerlichen Traditionen hängen, kann man durch konsequente und konsistente, kurz- und langfristig angelegte Personalpolitik von oben und gelegentliche disruptive Technologiesprünge, begleitet von unbefristetem Dumping der amerikanischen Finanz- und Plattformkonzerne, den Zahn ziehen, zu ihrem „Glück“ zwingen.

Diese Sichtweise wird im sog. Westen als antiamerikanisch, in der Steigerung als „krankhaften Hass auf Amerika“ geschmäht, leider schaffe ich es nicht, die USA und ihre korrupten Propagandisten, die unverhohlen einen Krieg gegen die Atommacht Russland vorbereiten, als „God’s own Country“ anzusehen. Da bin ich in guter Gesellschaft. Wer mal in Mittelamerika, Südamerika, Afrika oder Asien gereist ist, sich mal vom Hotelpool entfernt und unter die Leute gemischt hat, mit ihnen geredet hat, dem könnte dämmern, warum bei uns bald die Lichter ausgehen. Götterdämmerung! Gute Nacht!

Wir rümpfen euch alle!

Erinnerungen an den „Gasnot-Herbst“ 2022: Als Deutschland plötzlich ohne russisches Gas dastehen könnte und die Republik in helle Aufregung geriet. Was damals dramatisch erschien, liest sich heute wie Satire – dieser Text war es schon damals.

Dumpf dampft der Rumpf!
Gasmasken Hersteller befürchten Gasangriffe!
Spürbare Entlastung: kaum noch Gas im Umlauf

Damals, als die Israelis Angst vor Saddams SCUD Raketen hatten

Maske und/oder Lockdown

Der ganze Lockdown wäre komplett unnötig, wenn jeder mit einer Maske einigermaßen sicherstellen könnte, dass seine Viren nicht auf die Schleimhäute anderer Menschen gelangen.

Aber:

Dagegen spricht, dass dann die Big-Brother-Gesichtserkennung ausgehebelt wird. Ist euch schon mal aufgefallen, dass es fast keinen Tatort gibt, in dem Videoüberwachung nicht praktisch als unverzichtbar dargestellt wird?

Noch mehr dagegen spricht, dass wir dann überhaupt kein Immunsystem-Training gegen Viren mehr hätten, sodass jeder, der irgendwann seine Maske absetzt, in äußerster Lebensgefahr schwebt.

Seuchenangst

Während alle Welt auf Viren starrt, übersieht man, wie sich Angst ausbreitet – und wer davon profitiert. Als ehemaliger Statistiker bin ich skeptisch geworden. Nicht gegenüber Corona, sondern gegenüber dem Umgang damit.

Das Datenproblem

Wer selber denkt, kann zu abweichenden Meinungen gelangen. Dr. Wodarg hat seine Meinung geäußert – das ist mir willkommen, damit ich verschiedene Standpunkte vergleichen kann. Denn die Fakten, auf denen Entscheidungen beruhen, können falsch erhoben oder interpretiert werden.

Beispielsweise ist der Corona-Test sehr unzuverlässig und gibt bei fortgeschrittener Durchseuchung nicht die Steigerung der Neuinfektionen, sondern der Testaktivität an. Bei mir hat es geklingelt, als der Präsident des RKI bei der Nennung des Sterberisikos einen Median von 43 Jahren nannte. Warum Median und nicht arithmetisches Mittel? Als Statistiker weiß ich: Das macht einen Unterschied.

Wer profitiert?

Das Vertrauen in die Wissenschaft sähe ich gerne, besonders beim Weltklimarat. Aber die Virologen haben in diesem Jahrtausend schon dreimal Alarmstufe rot ausgerufen – gottseidank Fehlalarm. Unser Gesundheitssystem ist durchaus geprägt von den Interessen der Pharmaindustrie. Als mehrfach Betroffener mache ich mir da keine Illusionen mehr.

Das Paradox der Angst

Was scheinbar keiner auf dem Schirm hat: Die stark stress- und angsterzeugenden Maßnahmen haben auf das Immunsystem den denkbar schlechtesten Einfluss. Existenzangst schwächt die Abwehr. Davon weiß ein Virologe im Gegensatz zu einem Psychoneuroimmunologen wohl wenig.

Ich glaube, dass die Krankenhäuser schon deshalb an ihre Belastungsgrenze kommen, auch ohne Corona. So gesehen wäre es ein natürlicher Versuch des Selbstschutzes der Bevölkerung, Gegenmeinungen zur dominanten Angstmache zu suchen.

In einigen Wochen wissen wir mehr.